Im GAMERZ.one Review: MSI GT73VR 7RF Titan Pro - Der kleine(re) Bruder des Biests (2023)

Okay, auf zur nächsten Runde! MSI startet dieses Jahr ja zusammen mit Intel in die siebte Chipgeneration der i7 Serie und haut diverse neue Gamer-Träume auf den Markt! Neben diversen geilen Mainboards mit teilweise drei (!!!) m.2 Slots auf dem PCB gibt es natürlich auch neue Gaming-PCs und Gaming-Laptops! Und eins davon durften wir mal mal wieder unter die Lupe nehmen: Das MSI GT73VR 7RF Titan Pro! Oder, wie ich ihn liebevoll nenne: Der kleine(re) Bruder des Biests!

Der Godfather des Mobile-High-Tech: Das Biest

Wir erinnern uns: “Das Biest” war der GT83VR 6RF Titan SLI – mehr geht derzeit absolut nicht! Natürlich hat diese Kiste im Portfolio von MSI keinerlei Konkurrenz zu fürchten. Wahrscheinlich nicht mal von anderen Herstellern (Uh, das war jetzt provokant, oder? Mal sehen wer sich bei mir meldet). Dementsprechend heftig ist auch der Preis, rund 5000 Euro müssen interessierte Zocker hier auf den Tisch legen. Selbstredend muss es da auch etwas “Erschwinglicheres”geben– hier setzt der GT73VR 7RF Titan Pro an.

Der kleine(re) Bruder des Biests: Der GT73VR 7RF Titan Pro

Der kleine(re) Bruder des Titan SLI kommt etwas reduzierterdaher: 32GB DDR4 RAM statt 64Gig wie beim großen Bruder, jedoch dank zweier freier Bänke ausbaubar bis 64Gig. Außerdem gibt’s “nur” zwei m.2 NVMe SSDs mit insgesamt 512Gig Speicher im RAID1 Verbund sowie eine Grafikkarte weniger, nämlich “nur” eine 1080 GTX von Nvidia mit 8GB VRAM. Dafür wiegt der GT73VR mit 4,1kg auch ganze 1,5kg weniger, ist deutlich kompakter und benötigt statt zwei Netzteilen nur eines mit 300 Watt.

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Der große Unterschied jedoch ist hier die CPU: Hier setzt MSI auf die niegelnagelneue siebte Generation des Intel i7 Prozessors! Hier wird der i7 7820HK eingesetzt, der ohne Probleme direkt via mitgeliefertem MSI Dragon Center on-the-fly hochgetaktet werden kann. Die Grafikkarte im Übrigen auch – dazu später mehr!

Natürlich sind auch alle anderen Komponenten vom Allerfeinsten, besser geht aktuell fastnicht: Killer Doubleshot Pro herrscht über das LAN und WLAN, Nahimic kümmert sich um den 1a Sound während Dynaudio die Stereo-Lautsprecher und den Subwoofer bereitstellt. Es lassen sich auch ohne Probleme High-End Hifi Kopfhörer anschließen, die naturgemäß sonst an einem normalen Laptop dank hohem Widerstand zu leise wären.

Das Display hat leider nur Full-HD (4K wär meiner Meinung nach schon schöner gewesen), dafür aber 120Hz mit Anti-Glare und True-Color- und Wide-View-Technik. Die Tastatur wird von Steelseries geliefert und mit RGB-Beleuchtung erleuchtet. Im Dunkeln absolut mega, da bekommt man beinah bock drauf das gesamte Arbeitszimmer mit RGB-Beleuchtung auszustatten. Aber da hat Frau glaub ich etwas gegen…

Egal! Wie auch der große Bruder und quasi bei allen MSI Gaming Laptops wird ein extrem hoher Wert auf Wertigkeit und Qualität gesetzt. Das merkt man auch, wenn man diesen Leistungsbrocken auspackt: Schwer, schick, hochwertig verarbeitet. Keinerlei Makel am gebürsteten Aluminiumgehäuse.Die kraftvolle Designsprache und die fetten Lüfteröffnungen schreien förmlich danach in Betrieb genommen zu werden.

Technische Daten

MSI GT73VR 7RF Titan Pro

BetriebssystemWindows 10 Home
SprachversionMulti-Language
Bildschirm43,9 cm (17,3″) Full HD (1.920 x 1.080 Pixel)
Panel

120 Hz (5 ms) Technik, Anti-Glare mit

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True-Color- und Wide-View-Technik

CPU

Intel® Core™ i7-7820HK Prozessor der siebten

Generation (bis zu 3,90 GHz mit Intel® Turbo-

Boost-Technik 2.0, 8 MB Intel® Smart-Cache)

GrafikNVIDIA® GeForce® GTX 1080 mit 8,0 GB GDDR5X VRAM und G-SYNC™
ChipsatzIntel® CM238
Hauptspeicher32 GB (2x 16 GB DDR4-2400)
Speicher-Slots4x SO-DIMM für bis zu 64 GB
Festplatten

Super RAID 4: 512 GB SSD

(2x 256 GB M.2 PCIe 3.0 x4 NVMe RAID)

+ 1 TB 2,5“ HDD 7.200rpm

Thunderbolt™ 31x (USB Typ-C Anschluss)
USB

1x USB 3.1 Gen 2 Typ-C (per Thunderbolt™ 3),

5x USB 3.0

Netzwerk

Killer™Doubleshot Pro Gaming-Netzwerkkarte

Gb LAN

WLANKiller™ Doubleshot Pro Netzwerk mit 802.11ac/a/b/g/n
Bluetoothja (V4.1)
Video-Ausgang

1x HDMI 1.4, 1x Mini DisplayPort 1.2,

1x Thunderbolt™ 3 (DisplayPort kompatibel)

Mic-in / Audio-outja / Stereo analog + SPDIF 7.1 Kanal Sound, ESS SABRE Hi-Fi Audio-DAC, vergoldete Buchsen
Webcam / MikrofonFull HD-Webcam (1080p @ 30fps) / ja
KartenleserSD-Kartenleser (SD/SDHC/SDXC)
Opt. Laufwerk
LautsprecherStereo + Subwoofer (Sound by Dynaudio) mit Nahimic 2 Audio Enhancer
TastaturGaming-Tastatur von SteelSeries mit farbig programmierbarer 3-Zonen-Beleuchtung (neues Silver Lining Design) und SteelSeries Engine 3
Touch-PadMulti-Touch-Mausersatz
SondertastenGPU Boost, Cooler Boost, Streaming, SteelSeries Engine
Akku

8 Zellen Li-Ionen mit 5225 mAh/75,2 Wh

(fest integriert)

Netzteil330 Watt (19,5 Volt) mit Adapter
Gewicht (mit Akku)4,1 kg
Abmessungen428 (B) x 287 (T) x 49 (H) mm
Garantie2 Jahre Pick-up & Return
Artikelnummer0017A1-296

Die MSI Biestware – pardon, mitgelieferte Software

Diesmal konnte ich mir dann endlich auch mal die Software etwas näher anschauen. Übersichtlich, einfach gehalten und bringt alles mit, was man braucht, um den GT73VR 7RF auf Touren zu bringen. Die Audio-Software von Nahimic ist übersichtlich, liefert diverse Game- und Multimedia-Presets mit und dürfte auch sonst sowohl Sound-Enthusiasten als auch Hardcore-Gamer bis ins letzte Detail befriedigen.

Für die Overclocker oder jene, die wirklich das letzte Quäntchen an Leistung herauskitzeln wollen, gibt es das MSI Dragon Center. Neben Temperaturüberwachung und diversem anderen Schnickschnack gibt’s hier die Möglichkeit sowohl CPU als auch Grafikkarte on-the-fly zu übertakten. Natürlich in moderatem Rahmen, um keine Schäden zu riskieren. Doch über die Software können nochmal zehn bis 20Prozent mehr Leistung aus dem kleinen Biest gekitzelt werden – je nach Software. Wichtig dabei: die Lüfter müssen frei Atmen können, ansonsten sind Schäden potentiell vorprogrammiert!

Gib Stoff alter! Benchmaaaaak!

Genug des Herumgeplänkels und ran an den Takt, it’s Benchmark-Time! Natürlich will man als Hardwarefreak wissen, was der kleine(re) Bruder des Biests drauf hat!

Und zwar eine ganze verdammte Menge! Ich habe den Benchmark Time Spy von 3DMark hergenommen und den GT73VR 7RF sowohl im Normaltakt als auch übertaktet getestet. Erreicht hat das kleine Biest hier respektable 6587 (link) Punkte bzw. 7231 (link) – was laut 3DMark deutlich besser ist als so manch dort getesteter 4K Gaming PC mit 2x 980GTX!

Im Firestrike Extreme Benchmark erreichte er 9996 Punkte (link) – gigantisch für ein knapp 6 Liter fassendes Gerät! Funfact: Ein Gaming-Laptop von 2013, also gerade mal höchstens vier Jahre alt, erreichte nicht einmal 1/5 dieser Leistung. Heftig, wie schnell sich die Technik entwickelt…

Der m.2 SSD Verbund wird als Besonderheit hervorgehoben – zurecht. Es gibt aktuell nichts schnelleres als ein solcher Verbund: Leseraten von 3GB/s und Schreibraten von 2,5GB/s im Schnitt sind krank.

Zum Vergleich: Handelsübliche SSDs schaffen je nach Standard zwischen 300 und 600MB/s Lese-/Schreibgeschwindigkeit. Ich behaupte mal, dass hier dann einfach irgendwann auch das Betriebssystem und die verwendete Software selbst limitiert und die technischen Gegebenheiten kaum voll auszunutzen kann. It’s f*ckin fast!

Is jetz Alles VR oder was!?

MSI bewirbt ja die Laptops als absolut VR-tauglich. Das fordert mich ja geradezu heraus, das mal zu testen, behaupten kann man ja schließlich viel!

Zumindest in der Theorie kann ich das testen – in der Praxis fehlt mir leider die HTC Vive dazu. Oder die Oculus Rift. Stellt mir ja keiner zur Verfügung, ist aktuell einfach nicht im Budget drin. Bleibt also nur der 3DMark VR Benchmark. Und den Orange Room Test absolvierte der GT73VR mit Bravur: über 10000 Punkte (link) ist eine Ansage!

Es gibt auch noch einen Blue Room Test. Dort allerdings kackte das kleine Beast jedoch ab. Hah, ERWISCHT! Die erreichten Werte liegen ganz massiv unterhalb der Werte, die 3DMark selbst erwartet hätte, mehr als die Hälfte! Abgekackt? Tja, NUR auf den ersten Blick. Denn schaut man sich den Vergleich mit anderen Systemen an, zieht der Gaming-Laptop mit 2412 Punkten (link) beinah allen anderen gnadenlos davon. Habta nochma Glück gehabt, MSI!

Butter bei die Fischööö! ZOCKEN!

Ich bin Call of Duty Zocker. Ist halt so. Und darum teste ich zuerst natürlich: Call of Duty! Welch Überraschung! In diesem Fall Infinite Warfare. Kurz und Knackig: Butterflüssiger Multiplayer, bildschöner Singleplayer inhöchstmöglichen Einstellungen. That’s it! Aber auch alle anderen Games laufen schnuggelig und geschmeidig durch und machen das Zocken zum richtig sahnigen Erlebnis.

Und da will ich dann auch mal den Vergleich zum großen Bruder ziehen: Bei genauerer Betrachtung kommtder “Nachteil” eines SLI-Systems zum Vorschein. Ich persönlich habe KEINEN Unterschied zwischen SLI und Single-GPU wahrnehmen können. Eine1080 GTX von Nvidia allein ist eben eine hochpotente Rampensau! Der interessierteSLI-Frischling geht jedoch gern nur allzu oftdavon aus, dass zwei Grafikkarten gleich doppelte FPS bedeutet. DAS ist aber beileibe NICHTso! Und dann ist die Enttäuschung groß und die Frage kommt auf, warum verdammt noch mal man 1500 Euro mehr auf den Tisch gelegt hat.

Vergleich SLI vs. Single-GPU – Why the f*ck keine doppelten FPS!?

Vielmehr ist es so, dassdie Mehrleistung eines SLI-Systemszum einen abhängig vom Game ist, zum anderen auch womit die Grafikkarten belastet werden.Schließlich wird in der Regel nicht nur die Grafik berechnet, sondern auch die physikalischen Effekte. In der Regel teilen sich die Grafikkarten die Arbeit auf, die eine rechnet die Grafik, die andre die Physik. Und so wird mehr Performance und (sollte zumindest) mehr Stabilität gewährleistet sein. Und natürlich ist da auch der Vorteil: Das System hat mehr Leistungsreserven für Games, was mal mehr mal weniger in mehr FPS resultiert.

Natürlich erzeugt also ein SLI-System mehr FPS, doch wie ich hier auch schön sehen und vergleichen konnte: Das Biest (also der GT83VR 6RF Titan SLI) mit zwei Grafikkarten hatte im Schnitt etwa 40FPS mehr als der kleine(re) Bruder. Nicht mehr, nicht weniger. Punkt. Der GT73VR 7RF braucht aber ganz sicher nicht vor Ehrfurcht erstarren, denn er schafft ganz geschmeidige 90FPS im Schnitt!

Warum also SLI? Warum 1500 Euro mehr investieren? Es KANN Sinn machen, wenn Games explizit SLI sinnvoll unterstützen, man wirklich sämtliche Einstellungen grundsätzlich unter allen Bedingungen auf Ultra haben will oder vielleicht auch eine vergleichsweise “günstige” Rendering-Engine für 3D Animationen oder Video-Editing benötigt. Professionelle Systeme kosten hier nämlich oft weit mehr noch als die 5000 Euro für den Titan SLI. Und natürlich hat man bei künfigen Games durchaus die ein oder andere Leistungsreserve.

SLI macht jedoch wenigerSinn, wenn man das Preis-Leistungsverhältnis betrachtet und kein absoluter Hardcore-Nerd oder Technik-Enthusiast ist. Bei Games, die mit einer Single-GPU auf 90FPS laufen – wie beim Titan Pro – nutzen einem die 40FPS mehr eines SLI-Systems herzlich wenig. Den Unterschied kann ein normaler Mensch einfach nicht mehr wahrnehmen, auch wenn gewisse Spezis dies einem weis machen wollen. Viel wichtiger ist hier, dass der Monitor dieselbe Bildfrequenz hat, in der die Bilder der Grafikkarte ausgegeben werden.

Kein Hitzkopf mit Jet-Turbine!

So, genug vom SLI-Gedöns! Obwohl, nein. SLI produziert natürlich auch die doppelte Abwärme – Vorteil also für die Single-GPU! Doch auch die kann verdammt “warm” werden. Nicht so beim Titan Pro: Richtig gut scheint hier das Kühldesign gelungen zu sein. Selbst übertaktet gibter sich beim Gamen vergleichsweise flüsterleise. Zu keiner Zeit musste die Turbine großartig hochfahren. Der große Bruder war hier schon etwas eher und deutlicher zu hören.

Fazit zum MSI GT73VR 7RF Titan Pro

Kurz und knackig: Auch der kleine(re) Bruder des Biests ist leider geil! Und, um ehrlich zu sein: Eigentlich auch die bessere Wahl.

Warum? Ganz einfach. Für rund 3500 Euro (Amazon*) – und damit 1500 Euro weniger als der GT83VR (Amazon*) – bringt der MSI GT73VR 7RF Titan Pro quasi alles mit, was der Gaming-Enthusiast braucht: Power gibt’s mehr als satt und bietet volle VR-Tauglichkeit. Und dabei ist das kleine(re) Biest schon recht deutlich kompakter, wiegt mit 4,1 Kilo spürbar weniger als der große Bruder und benötigt ein ganzes Netzteil weniger. Und das macht den Titan Pro damit bei weitem transportabler, was auch eine vielleicht mal längere Reise zur nächsten LAN-Party schon etwas angenehmer machen dürfte.

MSI hat hier nach dem absoluten Leistungs-Biest einen kleineren Bruder auf den Markt gebracht, der die allermeisten Gaming-Notebooks hübsch, bild- und klangvoll in den Schatten stellt. Ein weiteres MSI Meisterwerk.

Nur für’n Urlaub, dafür ist der sicher nix.

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Author: Ms. Lucile Johns

Last Updated: 02/19/2023

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